Es bestehe der Verdacht der Untreue, da das rund 110 Hektar große Gelände 2007 auf Basis eines Wertgutachtens verkauft wurde, das eine Nutzung für Freizeitzwecke und Dienstleistungen vorsah, teilte die Behörde gestern mit. Der Käufer wollte jedoch Wohnungen errichten, was eine erhebliche Wertsteigerung bedeutet hätte.
Bodengesellschaft gerät ins Visier der Ermittler
Umstrittener Verkauf der Krampnitz-Kaserne
vom 11.02.2011
Potsdam (thi) Die Potsdamer Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des umstrittenen Verkaufs der Krampnitz-Kaserne gegen Mitarbeiter der Brandenburgischen Bodengesellschaft (BBG).
Der Rechnungshof war Ende vergangenen Jahres davon ausgegangen, dass statt vier Millionen 14 Millionen Euro hätten erzielt werden können. Laut Staatsanwaltschaft hätte beim Verkauf ein neuer Wert ermittelt werden müssen. Es müsse jetzt geprüft werden, ob dem Land Schaden entstanden sei.
Der CDU-Abgeordnete Dierk Homeyer verwies darauf, dass Regierungschef Matthias Platzeck (SPD) im Herbst 2010 noch erklärt hatte, dass kein Schaden erkennbar sei. Unklar ist, inwieweit die Ermittlungen die Arbeit des Untersuchungsausschusses beeinträchtigen. Die BBG-Mitarbeiter haben dort ein Aussageverweigerungsrecht.







