Zentrales Thema ist der Verkauf des früheren Kasernengeländes in Potsdam-Krampnitz im Jahr 2007, der aus Sicht der Opposition deutlich unter Wert erfolgte. Die Diskussion darüber führte neben privaten Vorwürfen zum Rücktritt von Ex-Innenminister Rainer Speer (SPD), der zur Zeit des Grundstücksverkaufs noch Finanzminister war.
Auferklärung erhofft
Erste Zeugen sagen in Potsdam zur Krampnitz-Affäre aus

vom 08.03.2011
Potsdam - Der zur Aufklärung von Immobiliengeschäften der Landesregierung eingesetzte Untersuchungsausschuss des Landtages ist heute Nachmittag zu einer weiteren Sitzung zusammengekommen. Auf der Tagesordnung steht die Vernehmung der ersten Zeugen. Dazu zählen zwei Mitarbeiter des Finanzministeriums und ein Anwalt aus Hannover.
Als Schlüsselfigur gilt der Hannoveraner Anwalt Ingolf Böx, der seinerzeit die Kaufverträge im Volumen von gut vier Millionen Euro für das rund 110 Hektar große Areal unterzeichnete. Er handelte dem äußeren Anschein nach für vier Tochterfirmen der TG Potsdam Projektentwicklungsgesellschaft, hinter denen wiederum die angesehene dänische Thylander Gruppe zu stehen schien.
Der CDU-Obmann im Untersuchungsausschuss, Dierk Homeyer, und der Vorsitzende der FDP-Fraktion, Andreas Büttner, äußerten im Vorfeld die Hoffnung, dass Böx die Frage aufklärt, für wen er handelte. Er werde nicht so einfach von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch machen können, sagte Homeyer. dpa







